GEMEINDEBUND
Inhalt
Das Wort
Sorgen
2. Tim 2,19
Wo ist Kirche?
Kirche und Gemeinde
Was ist Gemeinde?
Apg 1,10-11
Aufbruch
Gemeinde
David und Goliath
Vergebung
Fehler
Die Taufe
Aufbruch Gemeinde
am Scheideweg
Pfr. Heinrich Vogel
Gemeindekirche
Hauptproblem
Freude
Kirche ist Gemeinde
Ortsgemeinde
Pflügen
Wormser Wort
Theologie
Andacht zu Apg 1,10-11 am 10 Mai – von Matthias Stephan
„Dass wir den Himmel nicht aus den Augen verlieren“
Liebe Schwestern und Brüder!
Morgen feiern wir in unseren Gemeinden das Pfingstfest.
Pfingsten gerät alles in Bewegung, in stürmische Bewegung.
Es braust vom Himmel her und Feuer zeigt sich.
Pfingsten, das liebliche Fest, ist gar nicht so ruhig und beschaulich, es ist das Fest der stürmischen Bewegung, auch der Unruhe.
Heute möchte ich unseren Blick noch einmal auf einen Vers aus der Erzählung von Jesu Himmelfahrt lenken:
Apg. 1,10 Und als die Jünger ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern.
11 Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.
Die Jünger standen da und schauen in den Himmel.
Diesmal wenden sie sich nicht ab wie am Karfreitag.
Sie bleiben und verlieren den Himmel nicht aus den Augen.
Von dort wird das Neue kommen.
Liebe Schwestern und Brüder, vielleicht ist das der ganze Sinn unseres Christseins, der Grund, warum es Kirche gibt: Dass wir den Himmel nicht aus den Augen verlieren! Denn wie könnten wir leben ohne den Himmel? Wer nur noch die Erde im Blick hat, verliert Gott aus den Augen und kann damit letztendlich auch der Erde nicht mehr treu sein. Wer nur noch das Vor-Handene sieht, das, was uns der Alttag immer wieder vor die Hände und die Füße legt, der wird bald nicht mehr ein noch aus wissen. Wer nur noch mit dem Vorhandenen in unseren Gemeinden rechnet, kommt schnell zu Worst-Case-Szenarien, die uns lähmen können. Das aber widerspricht dem Geist von Pfingsten! Unser Blick aber verliere den Himmel nicht aus den Augen! Und da, wo wir zu bedrückt, zu niedergeschlagen sind, möge uns der Geist Gottes den Blick zum Himmel ziehen, den Kopf wieder heben, dass wir frei werden zu sehen, was Gott tun will. Und mit dem Blick zum Himmel wollen wir es hier aushalten, bis Gott sein wird alles in allem, bis er seine Schöpfung vollenden wird.
Amen.
Herr, unser Gott,
du menschgewordener, mitleidender und mitgehender Gott.
Wir danken dir für die Gabe deines heiligen Geistes.
Durch ihn haben wir Glauben, Liebe und Hoffnung.
Den Glauben, dass wir erlöst und befreit sind von allem, was uns von Dir trennt;
die Liebe, mit der wir für andere da sind und für sie zum Segen werden können;
und die Hoffnung, dass unser Leben gelingt, dass Du bei uns bist auch über den Tod hinaus.
So bitten wir Dich, lass uns die Kraft Deines heiligen Geistes im unserem Leben erfahren, dass wir in unserer Gewissheit gestärkt und ermutigt werden.
Dies bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn, der mit dir und dem heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.
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