GEMEINDEBUND
Inhalt
Dezember 2007
Jan./Febr. 2008
April 2008
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Januar 2009
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März 2011
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September 2012
November 2012
Forum
Zehn Gedanken zur Lage der Gemeinden in unserer Kirche – von Martin Gestrich
1. Die Gemeinden gleichen einem reifen Acker: Es ist allerorts unendlich viel zu tun; es ist auch unendlich viel möglich. Wir müssen den Herrn der Ernte bitten, dass er Arbeiter sende.
2. Die Gemeinden haben Potenzial, finanziell und personell. Dieses lässt sich aktivieren, wenn transparent und einsichtig ist, wie bei ihnen gewirtschaftet und beschlossen wird.
3. Die Gemeinden stellen sich in größeren regionalen Zusammenhängen neu auf, sie ziehen auch die Grenzen ihres Wirkungsraumes neu. Dabei wird das Parochialprinzip nicht in Frage gestellt: Es gibt bei den Betroffenen ein klares Empfinden dafür, was zusammengehen kann und was nicht – die Entscheidung liegt bei ihnen.
4. Die Gemeinden wollen Verbindlichkeit und Bindung. Sie wollen, dass Pfarrer/innen als die ihnen zugeordneten Geistlichen mit ihnen leben, sie kennen und besuchen, ihre Kirche braucht stets ein verlässliches Gesicht.
5. Die Gemeinden sind das Rückgrat der Kirche. Ihnen Gewalt anzutun, hieße, der Kirche zu schaden.
6. Die Gemeinden tragen in dem Bewusstsein, in Christus sichtbar zusammenzugehören, die übrigen Instanzen. Diese repräsentieren also die Gemeinden – eine Ordnung, die nicht willkürlich umgekehrt werden darf!
7. Die Gemeinden erwarten, dass diese Instanzen ihre Arbeit als Dienst am Dienst der Gemeinden verstehen. Sie stellen Institutionen in Frage, die beginnen, ihren Sinn in sich selbst oder außerhalb zu suchen („Hirten, die sich selbst weiden“).
8. Die Gemeinden leiden unter einer fortschreitenden Entmündigung. In der Verwaltung der Finanzen wie in der Gestaltung ihres Zuschnitts sind sie in eine Abhängigkeit von den Kirchenkreisen geraten, die den Alltag behindert, Unsicherheiten schürt und die Verantwortung der Ältesten marginalisiert („Man wird verwaltet.“)
9. Die Gemeinden brauchen keine ihnen auferlegten Strukturdebatten. Sie brauchen geistliche Begleitung und kompetente Beratung. Wenn sie dieses in den Institutionen der Kirche nicht bekommen, müssen sie es selbst organisieren.
10. Die Gemeinden können, auch wenn dann vieles nicht so bleiben wird, wie es derzeit ist, ihre Aufgaben eigenverantwortlich regeln. Dabei werden sie zusammenwirken und einander beistehen.
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