GEMEINDEBUND
Inhalt
Dezember 2007
Jan./Febr. 2008
April 2008
Mai 2008
Sommer 2008
September 2008
November 2008
März 2009
September 2010
März 2011
Oktober 2011
Februar 2012
Februar 2012
März 2012
August 2012
Bericht
Festgottesdienst
Mit festlicher musikalischer Begleitung feierte der Gemeindebund am 15. März 2009 mit etwa 120 Teilnehmern seinen zweiten Festgottesdienst (seit seinem Bestehen) als Abendmahlsgottesdienst in der Berliner Pfingstgemeinde.
Empfang am 15. März 2009 (Diese steht, da sie sich lange den ihr auferlegten Fusionszwängen widersetzt hat, unter starkem Druck. Der Gemeindekirchenrat soll zwangsweise aufgelöst werden, ein Vorgang, der alle Gemeinden des Bundes bewegt, weil an diesem Präzedenzfall deutlich wird, mit welchen Mitteln die Umstrukturierung der Kirchenkreise im Ernstfall durchgesetzt wird.)
Anschließend hatten die Gäste, die aus vielen Teilen Brandenburgs und Berlins gekommen waren, Gelegenheit, unter kundiger Führung die Kirche zu besichtigen und bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen.

Die Sitzung des Gemeindebundes, die sich an das Fest anschloss, hatte folgende Themen:
Gespräch bei der Pröpstin
Auf Einladung der Pröpstin sprach eine vierköpfige Delegation des Gemeindebundes im Konsistorium mit der Pröpstin von Kirchbach, dem Gen.Sup.Int. Meister und den OKRäten Muhs, Straßmeir, Richter und Schwarz. Die Bilanz:
Das Konsistorium erkennt die Existenz des Gemeindebundes an und erhofft sich in Konfliktsituationen Kooperation. Die theologische Grundlegung des Gemeindebundes, insbesondere der Versuch, „Gemeinde“ von der Bibel her zu bestimmen, wurde hingegen scharf zurückgewiesen! Der Gemeindebund hingegen erkennt an, dass die Landeskirche seit der Herbstsynode ernsthaft daran arbeitet, Visitationen wieder zur ordentlichen kirchlichen Praxis werden zu lassen. Er modifiziert deswegen seinen eigenen Ansatz für Visitationen dahingehend, dass unter den Gemeinden des Gemeindebundes seelsorgerliche Besuche in Augenhöhe – Trost und Beratung – stattfinden werden, weil vorauszusehen ist, dass die offiziellen Visitationen der Kirche vorrangig disziplinierenden/aufsichtlichen Charakter haben sollen.
Kreissynoden Wittstock-Ruppin und Stadtmitte
In Wittstock-Ruppin hat sich die Lage für die klagenden Gemeinden durch eine neue rechtliche Regelung beruhigt. Ihr Status als selbständige Kirchengemeinden im Sinne der Grundordnung wurde festgeschrieben. Das ist ein Fortschritt – vor allem für die Gemeinden, aber auch für den Gemeindebund im Ganzen.
Erfahrungen aus Gemeinden, die dem Reformansatz des Superintendenten Lohmann zunächst zugestimmt hatten, zeigen, dass viele Synodale und Älteste die Tragweite der von ihnen beschlossenen Maßnahmen erst jetzt begreifen und zugleich bedauern.
In Stadtmitte wurde über die Situation der Pfingstgemeinde gestritten. Vor allem Vertreter der Nachbargemeinde St. Markus haben sich dafür eingesetzt, den Beschluss vom Frühjahr, der Gemeindekirchenrat müsse zurücktreten, rückgängig zu machen. Begründung: Einseitig wird alle Schuld für das Nichtzustandekommen eines Großpfarrsprengels in der Region den Ältesten der Pfingstgemeinde zugewiesen, die trotz fünfjähriger(!) Pfarrvakanz durchgehalten haben. Dabei sind die Ursachen dafür, dass das Strukturziel nicht erreicht wurde, bei allen Beteiligten zu suchen.
Weiterer Kurs des Gemeindebundes
Die Versammlung kam zu folgenden Ergebnissen:
1) Der Gemeindebund soll weiterhin für in Bedrängnis geratende Gemeinden da sein. Er soll seine Kompetenz, wie Hilfe geleistet werden kann, weiter ausbauen und die Öffentlichkeit nicht scheuen.
2) Zwischen den momentan 40 Mitgliedsgemeinden des Bundes sollen in nächster Zeit weitere Partnerschaften entstehen und gestaltet werden. Hier wird immer auch im Blick sein, dass elementare Bedürfnisse vieler Kirchengemeinden nicht mehr durch die ihnen zugeteilten Gelder befriedigt werden können. Gemeinsam werden die Partner in jedem einzelnen Fall nach neuen Lösungen suchen müssen.
3) Schließlich steht als Fernziel die vom Gemeindebund geplante, von den Ansätzen der Landeskirche weit abweichende eigene Visitationspraxis. Das Wort „Visitation“ wird in Zukunft zu vermeiden sein, um Missverständnisse zu verhindern. Dennoch sollen Besuche, die nach geistlichen Kriterien verbindlich gestaltet werden, eines Tages gängige Praxis werden.
Versammlung am 15. März 2009
Der Gemeindebund ist demnach weit davon entfernt, nach der Beruhigung der Lage in Wittstock-Ruppin (die sehr zu seiner Gründung beigetragen hatte), seine Arbeit einzustellen.
In diesem Jahr …
Im Sommer sind Vorträge von befreundeten Initiativen aus anderen Landeskirchen geplant (zum Beispiel am Freitag, 10. Juli, von „Aufbruch Gemeinde“ in Bayern).
Im September wird der Gemeindebund den dritten Festgottesdienst in einer der Mitgliedsgemeinden feiern.
Besuche beim Aktionstag „Aufbruch Gemeinde“ am 7. November in Nürnberg und bei „Kirche im Dorf“ in Kurhessen-Waldeck sind gleichfalls beabsichtigt.

nach oben