GEMEINDEBUND
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Bericht
„Wo ist Kirche?“
Am 10. Mai hielt Prof. Dr. Christof Gestrich bei einer Zusammenkunft des „Gemeindebundes“ in Berlin einen Vortrag zum Thema „Wo ist Kirche?“ Die Beteiligten waren sich weitgehend einig in der Einschätzung, dass dabei eine systematisch-theologische Grundlegung für die Arbeit des „Gemeindebundes“ gelungen ist. Die den Vortrag strukturierenden Thesen wurden bereits im letzten Newsletter (Nr.4) veröffentlicht.
Hier nun einige Aussagen aus dem Gespräch:
Die Analogie, mit welcher die Kirche dem Staat nachgebildet ist, ist theologisch nicht notwendig; hier liegen ungeahnte Sparpotentiale!
Die entscheidende Frage muss sein: „Wie geschieht in heutigen Kirchen angemessen die Christusrepräsentation in der schon jetzt versöhnbaren, aber noch nicht erlösten Welt?“
Die Kirche ist der Resonanzboden; sie ist erfüllt von der Musik des Evangeliums.
Die Kirche kann nicht sofort „Kirche für andere“ sein wollen, ohne zuvor selbst ergriffen worden zu sein.
Christus kommt trotz uns zu seinem Ziel … Gott kann dem Abraham aus Steinen Kinder erwecken.
Alles, was Kirche heißt, muss eine gemeindliche Struktur haben.
Parochie: Immer noch die am meisten benötigte Gemeindeform.
Eine Gemeinde, die sich um Gottes Wort versammelt, hat eo ipso die Pflicht, sich selbst zu leiten.
Fusionen bringen die Auferweckung der Protestanten zu größerer Eigenverantwortung nicht.
Gemeinden sind keine Agenturen, keine Niederlassung der Landeskirche.
Eine geregelte Visitationspraxis fehlt zur Zeit.
Diejenigen, die den aktuellen Reformbestrebungen der Kirche widerstehen, müssen wissen, dass sie eine sehr schwere Zeit haben werden.
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